How to Sharpen Drill Bits with an Angle Grinder: A Step-by-Step Guide

Ein Winkelschleifer ist ein praktisches und preiswertes Werkzeug zum Schärfen von Bohrern. Sie können dies problemlos zu Hause erledigen. Mit den richtigen Schritten bringen Sie die Bohrer wieder in Topform. In dieser Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, wie das Schärfen funktioniert.

1. Vorteile der Verwendung eines Winkelschleifers zum Schärfen von Bohrern im Vergleich zu anderen Methoden

Ein Winkelschleifer eignet sich hervorragend zum Schärfen von Bohrern. Das geht schnell und liefert präzisere Ergebnisse als ältere Methoden wie Feilen oder Schleifsteine. Lassen Sie uns die Vorteile genauer betrachten.

Höhere Geschwindigkeit
Winkelschleifer erreichen Drehzahlen von 10.000 bis 12.000 U/min und sind damit deutlich schneller als manuelle Werkzeuge. Manuelle Werkzeuge arbeiten langsamer und benötigen mehr Zeit. Beispielsweise dauert das Schärfen eines Bohrers von Hand normalerweise mehrere Minuten. Mit einem Winkelschleifer geht es in Sekundenschnelle. Das ist besonders hilfreich, wenn viele Bohrer geschärft werden müssen.

Benutzerfreundlichkeit
Winkelschleifer sind einfach zu bedienen. Sie verfügen über eine unkomplizierte Steuerung, wie beispielsweise einen Ein-/Ausschalter. Auch der Wechsel der Schleifscheiben ist kinderleicht. Sie werden schnell geübt sein, selbst wenn Sie noch keine Erfahrung mit Elektrowerkzeugen haben. Denken Sie nur daran, vor Arbeitsbeginn Ihre Schutzbrille und Handschuhe anzuziehen. Sicherheit geht vor!

Bequemlichkeit
Winkelschleifer sind tragbar. Sie haben die Wahl zwischen kabelgebundenen und kabellosen Modellen . Dadurch sind sie überall problemlos einsetzbar. Sie sind mit verschiedenen Scheibengrößen erhältlich, z. B. 4,5" oder 5". Diese Größen eignen sich für eine Vielzahl von Aufgaben. Das Gerät ist kompakt genug, um es leicht zu transportieren und zu verstauen.

Vielseitigkeit
Diese Werkzeuge sind sehr leistungsstark. Sie können verschiedene Scheiben aufsetzen und damit alle möglichen Aufgaben bewältigen. Etwas abschleifen? Verwenden Sie eine Schleifscheibe. Für eine glattere Oberfläche greifen Sie zu einer Fächerscheibe. Metall durchtrennen? Die Trennscheibe ist Ihr bester Freund. Sie können mit demselben Werkzeug auch Metall schneiden oder Oberflächen polieren.

Präzisionssteuerung
Mit einem Winkelschleifer lässt sich der Schärfvorgang präzise steuern. Winkel und Druck lassen sich anpassen, um die gewünschte Schneide zu erzielen. Für noch mehr Genauigkeit können Sie Schablonen und Führungen verwenden. Diese helfen, den perfekten Winkel zu gewährleisten, insbesondere bei kniffligen Bohrerformen.

Preisgünstig
Winkelschleifer sind erschwinglich. Je nach Modell kosten sie zwischen 30 und 150 Dollar. Das ist deutlich günstiger als spezielle Schärfmaschinen. Sie eignen sich außerdem für viele weitere Aufgaben jenseits des Schärfens und sind daher eine gute Investition.


2. Werkzeuge und Materialien, die zum Schärfen von Bohrern benötigt werden

Man muss nicht viel tun, um Bohrer mit einem Winkelschleifer zu schärfen. Es ist in jedem Fall sehr wichtig, das richtige Werkzeug zu haben.

Unverzichtbare Werkzeuge
Beginnen Sie mit einem Winkelschleifer. Ideal ist eine Leistung zwischen 750 und 1200 Watt. Verwenden Sie Aluminiumoxid zum normalen Schärfen der Schleifscheibe. Zum Schärfen härterer, insbesondere abrasiver Materialien verwenden Sie Siliziumkarbid. Für grobes Schärfen eignet sich eine 60er-Körnung.
Für feineres Schärfen verwenden Sie eine Schleifscheibe mit 80er bis 120er Körnung. Ein Metallschraubstock oder ein spezielles Schärfwerkzeug fixiert den Bohrer sicher und sorgt für Stabilität. Achten Sie auf eine feste, stabile Werkbank, an der Ihr Schleifgerät befestigt ist.

Schutzausrüstung
Sicherheit hat beim Arbeiten mit Winkelschleifern oberste Priorität. Schützen Sie sich unbedingt vor Funkenflug und Metallspänen. Tragen Sie eine gute Schutzbrille oder, noch besser, ein Gesichtsschild (achten Sie auf die ANSI Z87.1-Zertifizierung, um sicherzustellen, dass es den Anforderungen entspricht).
Sie benötigen außerdem Lederhandschuhe, um Verbrennungen an den Händen oder umherfliegende Metallteile zu vermeiden. Winkelschleifer erzeugen einen Lärmpegel von etwa 85–100 Dezibel. Längere Einwirkung dieses Lärmpegels kann das Gehör schädigen, daher ist Gehörschutz unerlässlich.
Schützen Sie unbedingt auch Ihre Ohren. Diese Werkzeuge können sehr laut sein. Besorgen Sie sich hochwertige Ohrstöpsel oder Kapselgehörschützer (achten Sie auf einen NRR-Wert von mindestens 25, um den Lärm ausreichend zu dämpfen). Und wenn Sie länger arbeiten, tragen Sie zusätzlich eine Staubmaske wie eine N95 oder P100.

Arbeitsbereich einrichten
Mit einem gut eingerichteten Arbeitsplatz geht die Arbeit viel leichter von der Hand. Wählen Sie einen sauberen und ordentlichen Bereich. Die empfohlene Beleuchtungsstärke ist für kleinere Heimwerkerprojekte möglicherweise zu hoch. Für detaillierte Arbeiten reichen in der Regel 300–500 Lux aus. So sehen Sie gut, was Sie tun. Auch eine gute Belüftung ist wichtig. Wenn Sie drinnen arbeiten, öffnen Sie ein Fenster.
Verwenden Sie eine Staubabsaugung, um die Luft zu reinigen. Halten Sie den Bohrer fest. Ein Metallschraubstock oder ein Schärfwerkzeug eignen sich dafür gut. So bleibt der Bohrer während der Arbeit ruhig und Sie erzielen eine präzise, ​​scharfe Schneide.

Messwerkzeuge
Zum korrekten Schärfen Ihrer Bohrer benötigen Sie Messwerkzeuge. Die Winkel lassen sich mit einem Winkelmesser oder einem digitalen Winkelmesser präzise bestimmen. Dies ist für Standardbohrer ausreichend genau, Spezialbohrer (z. B. für härtere Materialien) benötigen jedoch möglicherweise einen Spitzenwinkel von 135 Grad oder andere Geometrien. Der Freiwinkel der Schneide sollte 8 bis 12 Grad betragen. Außerdem ist eine saubere Meißelschneide erforderlich.
Sie können auch ein Lineal oder einen Messschieber verwenden. Damit können Sie die Größe des Bohrers überprüfen und sicherstellen, dass er gleichmäßig ist. Betrachten Sie die Kanten nach dem Schärfen genau.
Eine Lupe oder sogar ein kleines Mikroskop reichen aus. Damit können Sie erkennen, ob es raue Kanten oder Unebenheiten gibt.

Bohrer verstehen

3. Die Geometrie des Bohrers verstehen


Arten von Bohrern
Sprechen wir über verschiedene Bohrerarten. Der Standard-Spiralbohrer ist das, was die meisten unter einem Bohrer verstehen. Er besteht aus einer spiralförmigen Metallstange mit zwei Schneidkanten. Die Spannuten (diese spiralförmigen Rillen) helfen beim Bohren, Material abzutragen. Technisch gesehen sind diese Spannuten in einem Steigungswinkel von 30–35 Grad angeordnet, um eine optimale Spanabfuhr zu gewährleisten.
Flachbohrer sind flach und breit und eignen sich perfekt zum Bohren großer Löcher in Holz. Sie verfügen über eine Zentrierspitze zur Führung und zwei flache Schneidkanten. Die Schneidkanten haben typischerweise eine Breite von 9,5 mm bis 38 mm. Sehr praktisch für grobe Bauarbeiten.
Steinbohrer sind besonders robust. Sie besitzen eine Hartmetall- oder Wolframkarbidspitze, die meist pfeilförmig ist. Diese Spitzen werden bei etwa 540 °C auf den Bohrer gelötet, um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Die Spannuten sind breiter und offener als bei Spiralbohrern, um Betonstaub und -abrieb problemlos zu bewältigen.

Bohrerwinkel
Der Schneidwinkel, auch Freiwinkel genannt, bestimmt, wie gut der Bohrer in das Material eindringt. Bei den meisten Spiralbohrern liegt dieser Winkel zwischen 8 und 12 Grad. Ein zu geringer Freiwinkel (unter 8°) verursacht Reibung. Ein zu großer Freiwinkel (über 15°) schwächt die Schneide.
Der Spitzenwinkel beschreibt die Spitze des Bohrers. Standardbohrer haben einen Spitzenwinkel von 118 Grad. Das bedeutet, dass jede Schneidkante in einem Winkel von 59 Grad zur Bohrerachse geschliffen ist. Für härtere Materialien verwenden manche Spezialbohrer einen Winkel von 135 Grad. Erstaunlich, wie wenige Grad so viel ausmachen können!

Schleifwinkel verstehen
Die meisten Spiralbohrer funktionieren am besten mit dem von mir erwähnten 118-Grad-Spitzenwinkel. Interessant wird es aber jetzt: Für härtere Materialien wie Edelstahl empfiehlt sich ein Winkel von 135 Grad. Bei weichen Kunststoffen kann ein 90-Grad-Spitzenwinkel funktionieren, ist aber nicht universell anwendbar. Es kommt auf die Dicke und Art des zu bohrenden Kunststoffs an. Der Freiwinkel der Schneidkante sollte für die meisten Anwendungen etwa 8–12 Grad betragen.
Die korrekte Einstellung dieser Winkel hat einen enormen Einfluss auf die Leistung. Falsche Winkel können den Drehmomentbedarf um bis zu 50 % erhöhen. Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit platten Reifen – so fühlt sich ein schlecht geschärfter Bohrer an. Ein korrekt geschärfter Bohrer sollte bei typischem Stahl mit minimalem Druck und etwa 1.000–3.000 U/min schneiden.
Beachten Sie auch die Stegdicke (das ist der Metallkern zwischen den Schneiden). Sie sollte 12–15 % des Bohrerdurchmessers betragen. Ist sie zu dünn, kann der Bohrer brechen. Ist sie zu dick, schneidet er nicht effizient.


4. Vorbereitung des Winkelschleifers zum Schärfen von Bohrern


Die richtige Schleifscheibe auswählen
Für die meisten Bohrer benötigen Sie eine Aluminiumoxid-Schleifscheibe. Diese Scheiben gibt es in verschiedenen Körnungen für unterschiedliche Anwendungen. Stellen Sie sich das wie Schleifpapier vor. Die 60er-Körnung ist gröber und eignet sich hervorragend für grobes Schleifen. Für eine glatte Oberfläche verwenden Sie die 120er-Körnung. Blaue Scheiben sind in der Regel für Stahl, während rosafarbene besser für Hartmetall geeignet sind. Die Scheibe sollte für Stabilität mindestens 6,35 mm dick sein. Die meisten Profis verwenden eine Scheibe mit 114,3 mm Durchmesser – damit haben Sie eine gute Kontrolle.
Ein 125-mm-Winkelschleifer (5"), wie beispielsweise der ONEVAN 125 mm Brushless Akku-Winkelschleifer , bietet ein gutes Gleichgewicht zwischen Manövrierfähigkeit und Schleiffläche zum Schärfen von Bohrern verschiedener Größen.
Technisch gesehen drehen sich diese Schleifscheiben mit etwa 10.000–12.000 Umdrehungen pro Minute. Auch die Art der Bindung (die das Schleifmittel zusammenhält) ist wichtig. Verglaste Bindungen sind am gebräuchlichsten. Sie entstehen durch Erhitzen der Scheibe auf etwa 1000 °C (1800 °F), wodurch eine glasartige Matrix gebildet wird, die alles zusammenhält.

Einrichtung der Mühle
Die richtige Einstellung Ihres Schleifers ist entscheidend. Überprüfen Sie zunächst, ob die Schleifscheibe korrekt montiert ist. Der Pfeil auf der Scheibe muss mit der Drehrichtung Ihres Schleifers übereinstimmen. Klingt simpel, ist aber extrem wichtig.
Nun zu den technischen Details: Zwischen der Schutzhaube und der Schleiffläche muss ein Abstand von ca. 1,5 mm (1/16 Zoll) eingehalten werden. Zu viel Abstand ist gefährlich, zu wenig schränkt die Arbeit ein. Die Flanschmuttern sollten mit einem Drehmoment von ca. 20–27 Nm (15–20 ft-lbs) angezogen werden.
Auch Ihr Arbeitsbereich ist wichtig. Ideal ist eine stabile Werkbank in etwa Ellbogenhöhe. Manche verwenden eine magnetische Führung – das hilft, gleichmäßige Winkel zu gewährleisten. Diese Führungen haben üblicherweise verstellbare Anschläge bei gängigen Winkeln wie 118 und 135 Grad.

Sicherheitsmerkmale von Winkelschleifern
Sicherheit ist nicht nur ratsam, sondern unerlässlich. Moderne Winkelschleifer verfügen über einige praktische Funktionen. Da ist zum Beispiel der Totmannschalter, der den Winkelschleifer stoppt, sobald man ihn loslässt. Der Seitengriff lässt sich in der Regel für eine bessere Kontrolle in drei Positionen montieren.
Um es noch einmal technisch auszudrücken : Die Schutzhaube sollte 180 Grad der Schleifscheibe abdecken. Sie besteht üblicherweise aus gestanztem Stahl und ist etwa 3 mm dick. Die meisten neuen Winkelschleifer verfügen über vibrationsdämpfende Griffe. Diese reduzieren Vibrationen mithilfe von Gummilagern um etwa 40 %.
Achten Sie beim Kauf einer Mühle auf mindestens Schutzart IP54 – das bedeutet, sie ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Der Netzschalter sollte der Schutzart IP65 entsprechen. Diese Schutzarten sind nicht nur Zahlen – sie tragen zu einer längeren Lebensdauer und mehr Sicherheit Ihrer Mühle bei.

Winkelschleifer zum Schärfen von Bohrern

5. Wie man Bohrer mit einem Winkelschleifer schärft


Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schärfen von Bohrern

Lassen Sie uns das Schärfen Ihrer Bohrer gemeinsam durchgehen. Bringen Sie Ihren Schleifer zunächst auf volle Drehzahl – das entspricht etwa 10.000 U/min. 59 Grad sind zwar der korrekte Winkel für einen Standardbohrer mit 118 Grad, doch kann es für Anfänger schwierig sein, diesen Winkel ohne Schablone oder Führung präzise zu halten.
Hier ein Profi-Tipp: Verwenden Sie Ihren Daumen als Führung auf der Werkzeugauflage. Beginnen Sie mit der Schneide nach oben. Führen Sie nur leichte Bewegungen aus – wir wollen ja nicht die Hälfte des Fräsers abschleifen! Jede Bewegung sollte etwa 2–3 Sekunden dauern. Achten Sie auf das gleichmäßige Schleifgeräusch. Wenn es rattert, üben Sie zu viel Druck aus.
Für die technisch Versierten: Pro Durchgang sollten Sie etwa 0,05–0,1 mm Material abtragen. Das entspricht ungefähr der Dicke eines menschlichen Haares. Kontrollieren Sie regelmäßig den Fortschritt – gleichmäßig lange Schneidkanten sind entscheidend. Die meisten Fräser benötigen 3–4 Durchgänge pro Schneide, um scharf zu werden.

Techniken für verschiedene Bohrertypen

Spiralbohrer sind recht einfach – dieser 59-Grad-Winkel, von dem wir gesprochen haben. Aber Flachbohrer? Die sind anders. Halten Sie sie flach an die Scheibe, etwa in einem Winkel von 12–15 Grad. Sie schärfen damit nur die Schneidkanten und die Spitze.
Für Steinfräser wird eine Siliziumkarbid-Schleifscheibe (keine Aluminiumoxid-Schleifscheibe) benötigt. Die Hartmetallspitzen dürfen nicht überhitzen, da sie sonst an Härte verlieren. Der Winkel bleibt bei 60 Grad, der Anpressdruck ist jedoch geringer – bei zu starkem Druck kann das Hartmetall absplittern.
Stufenfräser sind knifflig. Jede Stufe erfordert Aufmerksamkeit. Arbeiten Sie in einem 60-Grad-Winkel und konzentrieren Sie sich auf die Schneide jeder Stufe. Bei Spiralbohrern? Lassen Sie die furchterregend aussehende Gewindespitze intakt – bearbeiten Sie die Schneidkanten einfach im 90-Grad-Winkel zum Schaft nach.

Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt

Hier machen die meisten Leute Fehler. Der erste Fehler ist zu heißes Schleifen. Wenn der Schleifkopf blau wird, ist er überhitzt. Das bedeutet, dass die Härte des Stahls beeinträchtigt wurde – keine gute Sache! Halten Sie ein Glas Wasser zum Abkühlen bereit.
Ein weiterer häufiger Fehler: ungleichmäßige Winkel. Die beiden Schneidkanten müssen innerhalb von 2 Grad übereinstimmen. Stimmt das nicht, werden die Löcher nicht rund. Verwenden Sie im Zweifelsfall eine Bohrlehre – sie ist günstig und äußerst hilfreich.
Achten Sie darauf, nicht zu viel Material einseitig abzutragen. Beide Schneidkanten sollten gleich lang sein. Die Meißelkante (das Verbindungsstück zwischen den Schneidkanten) muss zentriert sein. Ist sie nicht zentriert, startet der Fräser nicht richtig.

Anpassungstechnik basierend auf dem Bitzustand

Alte Bohrer benötigen eine andere Behandlung als neuere. Bei leichtem Verschleiß empfiehlt es sich, die Schneidkanten vorsichtig nachzuschleifen. Das bedeutet: nur leichte Durchgänge, ein bis zwei pro Seite. Bei Ausbrüchen oder starkem Verschleiß muss die gesamte Spitze nachgeschliffen werden.
Hier der technische Teil: Bei beschädigten Bohrern beginnen Sie mit einer gröberen Schleifscheibe (Körnung 36–60). Sobald die Grundform wiederhergestellt ist, wechseln Sie zum Feinschliff auf eine feinere Schleifscheibe (Körnung 120). Stark beschädigte Bohrer müssen möglicherweise komplett neu geschliffen werden – beginnen Sie mit einem Winkel von 15 Grad zur Schaftachse und arbeiten Sie sich bis zum endgültigen Winkel vor.
Ob ein Bohrer nur nachgeschärft werden muss, erkennen Sie an den Schneidkanten. Kleine Abflachungen? Dann reicht eine kurze Nachschärfung. Abgerundete Kanten oder Ausbrüche hingegen erfordern ein komplettes Nachschärfen. Denken Sie daran: Selbst ein perfekt geschärfter Bohrer muss nach etwa 30–50 Bohrungen in Stahl nachgeschärft werden.


6. Häufige Probleme beim Schärfen von Bohrern beheben

Das Schärfen von Bohrern kann eine anspruchsvolle Aufgabe sein. Dabei können häufig Probleme auftreten, die die Qualität des geschärften Bohrers beeinträchtigen. Die Erkennung und Behebung dieser Probleme ist entscheidend für optimale Ergebnisse.

Häufige Probleme
Sprechen wir über diese frustrierenden Momente, wenn beim Schärfen etwas schiefgeht. Da wären zunächst ungleichmäßige Schneiden. Kennst du dieses lästige Wackeln beim Bohren? Das kommt meist von ungleichmäßigen Schneiden. So behebst du das Problem: Markiere eine Schneide mit einem Stift. Schleife beide Seiten und vergleiche sie. Ist eine Schneide kürzer, schleife die längere noch ein paar Mal.
Nun etwas genauer: Unebenheiten an den Kanten sollten nicht mehr als 0,127 mm (etwa die Dicke eines Blattes Papier) betragen. Für höchste Präzision empfiehlt sich ein Messschieber. Die meisten Profis prüfen die Symmetrie, indem sie den Fräser auf einer ebenen Fläche abrollen – jegliches Wackeln deutet auf unebene Kanten hin.
Nun zu den unschönen Ausbrüchen und Rissen. Kleine Ausbrüche an der Schneide? Die lassen sich normalerweise wegschleifen. Aber wenn Sie Risse entlang der Spannut sehen, ist das ein ernstes Problem. Diese Risse entstehen typischerweise durch Überhitzung – wenn der Bohrer diese verräterische blaue Farbe annimmt, haben Sie etwa 288 °C erreicht. Das ist heiß genug, um die Härte des Stahls zu beeinträchtigen.

Wann man Bohrer austauschen und wann man sie schärfen sollte
Hier die entscheidende Frage: Nachschärfen oder ersetzen? Schauen wir uns das genauer an. Zuerst sollten Sie die Schneiden prüfen. Sind sie an der Spitze stark abgenutzt (weniger als 50 % der ursprünglichen Tiefe), muss der Bohrer ausgetauscht werden. Die Schneiden müssen tief genug sein, um Späne abzuführen – typischerweise 30–35 % des Bohrerdurchmessers.
Hier einige technische Messwerte: Messen Sie die Stegdicke (das ist der Kern zwischen den Schneiden). Beträgt sie mehr als 20 % des Bohrerdurchmessers, wurde der Bohrer zu oft geschärft. Ein Standard-1/2-Zoll-Bohrer sollte eine Stegdicke von etwa 0,060–0,075 Zoll haben.


7. Schlussfolgerung

Das Schärfen von Bohrern mit einem Winkelschleifer ist eine äußerst nützliche Fähigkeit. Verwenden Sie die richtige Scheibe, achten Sie auf einen gleichmäßigen Winkel und arbeiten Sie sicher. Vermeiden Sie Überhitzung und unebene Schneiden. Mit etwas Übung sparen Sie Geld und Ihre Bohrer schneiden wie neu. Denken Sie daran: Scharfe Bohrer machen Holzwerker glücklich!


8. Häufig gestellte Fragen

Welche Bohrer kann man mit einem Winkelschleifer schärfen?
Meist werden Standard-Spiralbohrer aus Schnellarbeitsstahl (HSS) verwendet. Sie sind der gebräuchlichste Allzweckbohrer. Man kann zwar auch einige Steinbohrer schärfen, aber das ist etwas kniffliger.

Ist es einfach, Bohrer mit einem Winkelschleifer zu schärfen?
Es erfordert Übung. Anfangs kann man leicht überhitzen oder ungleichmäßig schleifen, was die Härte des Bohrers beeinträchtigen kann. Leichtes Draufhauen und häufige Abkühlpausen sind wichtig.

Wie oft sollte man Bohrer schärfen?
Wenn Sie merken, dass Ihre Bohrer stumpf werden, können Sie sie schärfen. Sie werden feststellen, dass Sie mehr Druck ausüben müssen oder mehr Hitze erzeugen. Dadurch wird verhindert, dass der Bohrer verläuft, und Sie erhalten sauberere Bohrlöcher.

Kann ich einen Winkelschleifer zum Schärfen von Spezialbohrern verwenden?
Generell wird davon abgeraten. Spezialbohrer weisen oft einzigartige Geometrien auf, die sich mit einem Winkelschleifer nur schwer nachbilden lassen. Dadurch kann der Bohrer beschädigt werden und seine Leistungsfähigkeit sinkt.

Welche Alternativen gibt es zum Winkelschleifer zum Schärfen?
Bohrerschärfer oder sogar Feilen, oder eine Tischschleifmaschine mit Schärfvorrichtung. Mit diesen Methoden haben Sie mehr Kontrolle und Präzision, insbesondere wenn Sie Anfänger sind.

Wie kann ich feststellen, ob mein Bohrer zu abgenutzt ist, um ihn noch zu schärfen?
Ich empfehle, einen neuen Bohrer zu besorgen, falls er kaputt, stark beschädigt oder übermäßig abgenutzt ist. Es ist gefährlich, einen stark beschädigten Bohrer nachzuschärfen.

Wie kann man die Schärfe eines geschärften Bohrers überprüfen?
Die einfachste Methode ist, ein Probeloch in ein Stück Restholz zu bohren. Ein scharfer Bohrer erzeugt saubere Späne. Ein stumpfer Bohrer hingegen staubt und erfordert mehr Kraftaufwand, wodurch das Holz möglicherweise verbrennt.

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